Notfälle, Akute Erkrankungen

Was wichtig ist

In Notfällen muss das Tier rasch zu einem Tierarzt gebracht werden. Wieviel Zeit man hat, hängt von der Art des Notfalls ab.

Bleiben Sie in jedem Fall ruhig und beobachten Sie Ihr Tier genau. Machen Sie Fotos oder Filme.

Rufen Sie zu Ordinationszeiten 02572 / 36 600.  Sagen Sie uns dass Sie einen Notfall haben

Außerhalb der Ordinationszeiten 0664 – 7306 4225, sprechen Sie bitte auf die Mailbox oder senden Sie Textnachrichten. Sollten Sie uns nicht erreichen, suchen Sie eine Klinik auf.

Die dringendsten Notfälle:

Magendrehung

Versuchen Hunde größerer Rassen zu erbrechen und kommt nichts heraus? Schwellen Brustkorb und Vorderbauch an?  Dringendst einen Tierarzt, besser eine Klinik kontaktieren. Es geht um jede Viertelstunde!

Atmung

Die Atmung muss frei sein, das Tier muss Luft bekommen. Prüfen Sie vorsichtig ob etwas im Maul ist.
Entfernen Sie wenn etwas dort steckt (Knochen, Plastikteile, Erbrochenes). Vorsicht, lassen Sie sich nicht beißen.

Bei ohnmächtigen Tieren ziehen Sie die Zunge seitlich aus dem Maul heraus.

Kreislauf

Prüfen Sie den Kreislauf, fühlen Sie den Puls, beurteilen Sie die Zungenfarbe.

Sollte Atmung oder Kreislauf beeinträchtigt sein, sorgen Sie für kühle Umgebungstemperaturen und eine möglichst rasche tierärztliche Untersuchung.

Blutungen

Versuchen Sie stärkere Blutungen mit einem Druckverband zu stillen und suchen Sie sofort einen Tierarzt auf.

Pyometra

Zeigt Ihre unkastrierte Hündin großen Durst und geht es ihr schlecht, bitte sofort einen Tierarzt mit einem Ultraschallgerät kontaktieren. Es besteht die Gefahr der Gebärmuttervereiterung. Nicht immer entleert sich Eiter aus der Scheide.

Zittern, Krämpfe

Wenn Ihr Tier zittert und es nicht unterdrücken kann oder wenn es schwerere Krämpfe hat, die länger als 5 Minuten andauern, sollten Sie die Körpertemperatur messen, nötigenfalls das Tier kühlen und sofort einen Tierarzt kontaktieren.

Anfälle

Hat Ihr Tier Anfälle, sofort einen Tierarzt kontaktieren, evtl. ein kurzes Video aufnehmen. Bei bekannten Epileptikern können Sie das vom Tierarzt verordnete Akutmittel geben.

Checkliste für Notfälle

  • Ist das Tier bei Bewusstsein? Reagiert es auf Sie?
  • Sehen Sie Blut? Sehen Sie woher es kommt?
  • Atmet das Tier? Ist die Atmung pumpend? Bewegt sich der Bauch dabei stark? Hunde: Hecheln ist nicht gemeint.
  • Atmen Katzen mit weit geöffnetem Maul?
  • Können Sie den Puls fühlen? Ist die Zunge rosa oder blau oder weiß?
  • Kann der Patient selbständig stehen? Schwankt er dabei?
  • Kann Ihr Tier gehen? Schleift es Beine nach? Fällt es dabei um?
  • Versuchen Hunde zu erbrechen ohne dass etwas herauskommt?
  • Hatte Ihr Tier einen Anfall? Waren Krämpfe dabei? War es bewusstlos?
  • Hat ihr Tier mehr als 4 x hintereinander erbrochen?
  • hat Ihr Tier etwas aufgenommen? Kennen Sie das, was aufgenommen wurde? Ist es etwas von der unten angegebenen Liste?
  • Hat Ihr Tier mehr als 39,5 Körpertemperatur?
  • Wurde Ihr Tier gestochen oder gebissen? Hat es Schwellungen?
  • Hatte es einen Unfall? Sind die Beine in einer abnormalen Stellung? Hat es offensichtliche Knochenbrüche?

Gifte, die manchmal aufgenommen werden

Schokolade, Rattengift, Mäuseköder, Schneckenkorn, Giftköder, Weintrauben, Rosinen, Zwiebeln, Knoblauch, Auberginen, Zigaretten, Medikamente, Drogen, giftige Pflanzen, Umweltgifte auf Feldern oder in Pfützen.

Bitte nehmen Sie falls vorhanden unbedingt Reste des Giftes, den Giftköder, Erbrochenes, den Kot des Tieres bzw. die Verpackung der Substanz in die Praxis mit.